Ökostation: Natur erleben - Zukunft gestalten
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Themen der Ökostation

Freiburger Gartenbauschule in der Ökostation

Die Freiburger Gartenbauschule

Die jährlichen Kurangebote der „Freiburger Gartenbauschule in der Ökostation“ starten immer zum Frühlingsbeginn. Mit den Angeboten will die Ökostation auch ehrenamtliches Engagement unterstützen und einen Beitrag zur Umweltbildung in Freiburg leisten.

"Profi werden im Garten"

Gartenliteratur gibt es mittlerweile in Hülle und Fülle, nur fehlt es weitgehend an Möglichkeiten, sich praktisch fortzubilden. Oft fehlt es den Naturschutz-Engagierten und GartenbesitzerInnen an praktischem Knowhow und Kenntnissen, z.B. wie man Obstgehölze schneidet oder Bio-Gemüse anbaut. Die „Freiburger Gartenbauschule in der Ökostation“ unter Leitung von Gärtnermeister Fritz Thier will diese Lücke schließen und verspricht den interessierten Hobbygärtnerinnen und –gärtnern sich genügend fit zu machen, um „Profi im eigenen Garten“ zu werden. Die neu gewonnen Kenntnisse lassen sich darüberhinaus auch im ehrenamtlichen Engagement im Natur-und Umweltschutz und beim ubanen gärtnern anwenden.

Das Kurskonzept

Die wichtigsten Gartenarbeiten, die während der Vegetationsperiode von April bis Oktober anfallen, werden im Kurs jeweils zu der Zeit besprochen, gezeigt und praktisch geübt zu der sie im Gartenjahr anfallen. Dadurch können die KursteilnehmerInnen das Gelernte zeitnah im eigenen Garten direkt umsetzen.

Naturnahes Gärtnern

Der Garten wird als ein Organismus aufgefasst, dessen einzelne Organe wie Boden, Pflanze und tierische Bewohner zum Gelingen des Gartengeschehens beitragen können. Voraussetzung ist das Gärtnern im Einklang mit der Natur. Im Gemüsebau werden daher die Regeln des biologisch-organischen Gärtnerns angewandt. Bei der Gartengestaltung gehen wir von natürlichen Lebensräumen als Vorbild aus. Die Pflege erfolgt möglichst schonend und beim Schnitt von Gehölzen wird der natürliche Habitus der Pflanze respektiert.

Urbanes Gärtnern mit Hochbeeten

Auf Balkonen, betonierten Hinterhöfen und verdichteten oder bauschuttgeschädigten Standorten ermöglichen Hochbeete ungetrübten Gartengenuss. Im Vergleich zum Freiland mit guten Gartenböden sind die Erträge sogar um ca. 30% höher! Dies ist der schnellen Erwärmbarkeit des Substrats im Frühjahr geschuldet, der leichten Durchwurzelbarkeit sowie der Freiheit von Krankheitserregern und Samen unerwünschter Pflanzen.
Hier steht eine genaue Anleitung zum Bau eines Hochbeetes

Kräuterspirale

Ein Element des Naturgartens ist eine Kräuterspirale – und das mit gutem Grund: Gebaut aus Naturstein aus der Region und bepflanzt mit heimischen oder mediteranen, trockenheitsverträglichen Pflanzen bietet sie eine Fülle an Leben auf engstem Raum für Mensche, Tier und Pflanze . Auf Grund der Anordnung der Pflanzen auch in der Höhe, lassen sich auf einer runden Fläche von etwa 2 m Durchmesser problemlos bis zu 50 Pflanzen unterbringen. Sie eignet sich damit besonders für kleine Gärten.
Hier steht eine genaue Anleitung zum Bau einer Kräuterspirale

Wildbienen

Alle Wildbienenarten sind in Deutschland besonders geschützt. Wildbienen, so genannt, weil sie im Unterschied zu Honigbienen keinen Honig produzieren, können gezielt im Garten gefördert werden. Ohne ihre Bestäubungsleistung und die anderer Blütenbesucher gäbe es kein Obst, kein Gemüse und kein Beerenobst im Garten. Außerdem: Hummeln und einige andere Wildbienen fliegen im Unterschied zu der Honigbiene auch bei tiefen Temperaturen unter 10 Grad. So bestäuben sie auch frühblühende Pflanzen. Informationen zum Bau einer Wildbienenwand finden Sie hier.

Alte Techniken

Im Privatgarten lässt sich der Krach und Gestank fossil betriebener Geräte vermeiden. Statt dessen stehen der Umgang mit Sense, Hacke, Spaten und Grabgabel im Mittelpunkt des Kuses. Auch auf die Produkte der modernen Gartenbranche wie Torf, Kompostbeschleuniger, mineralische Dünger, Spritzmittel und fertig angezogene Pflanzen kann verzichtet werden. Statt dessen wird mit Kompost eigener Dünger aufbereitet, der Boden mit Mulch verbessert und die Selbstvermehrung sowie ein anderer Umgang mit der kranken Pflanze werden vermittelt.

Der Gundkurs

Der Kurs umfasst jährlich 11 Abendtermine und findet jeweils Dienstags von 17:30 bis 20 Uhr im Biogarten der Ökostation im Seepark statt. Er findet auch bei Regen und Hitze statt, entsprechende Kleidung ist ratsam. Der Grundkurs gliedert sich in 4 Themenblöcke mit folgenden praktischen Arbeiten:

Der Boden

Welchen Boden haben wir und was ist damit gärtnerisch möglich? Den Humusgehalt und die Humusqualität untersuchen wir durch eine Spatendiagnose. Die Bestimmung des pH Werts und die fachgerechte Entnahme einer Bodenprobe sind Teil einer chemischen Untersuchung. Als ergänzende Herangehensweise lernen wir die vorhandenen Zeigerpflanzen kennen. Den KursteilnehmerInnen wird die Gelegenheit geboten, Boden aus ihrem eigenen Garten mitzubringen. Weitere Themen sind die Verbesserung des Bodens unnd die dazugehörigen Bearbeitungsarten und die entsprechenden Geräte.

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links: Bodenproben aus den Gärten der KursteilnehmerInnen

rechts: Stecklingsvermehrung

2. Die Pflanze

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links: Ernte alter Kartoffelsorten

rechts: Sensenmähen

Angefangen mit dem Samen und der Saat über Setzen und Versetzen bis hin zur Ernte begleiten wir das Pflanzenleben. Gemüse, Blumen, Stauden und Gehölze lernen wir so kennen, vermehren und pflegen.

3. Die Gestaltung und Pflege

Naturnahe Gartengestaltung bedeutet Verwendung möglichst naturbelassener Materialien, bevorzugt aus der Region. Dem Thema „Naturstein“ und dessen Bearbeitung wollen wir uns zum Beispiel mit der Verwendung von Kalkbruchstein vom Tuniberg oder Wacken aus einem Kieswerk annähern. Damit lassen sich Trockenmauern, Beläge, Steingärten und Einfassungen bauen. Bei der Pflanzenverwendung legen wir besonderen Wert auf heimische Arten und regionale Sorten. gartenbauschule gartenbauschule
links: Verlegen von Natursteinplatten

rechts: Bau einer Trockenmauer

Der Gehözschnitt

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links: Der Gehölzschnitt

rechts: "Schulhaus" der Gartenbauschule

Traditionell startet der Kurs mit der Pflanzung eines Obstbaums. Zu diesem Anlass wird der dazugehörige Pflanzschnitt erläutert. Der Kurs endet im Herbst mit dem Schnitt von Beerenobst, älteren Obstbäumen, Ziersträuchern.

Haben Sie Interesse?

Dann können Sie sich hier anmelden!

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