Ökostation: Natur erleben - Zukunft gestalten
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Projekte der Ökostation

Gesundheitsfüchse

Projektziele:  Sensibilisierung und Motivierung von Schülerinnen und Schülern für gesundes Ernährung, viel Bewegung und Gesundheitsvorsorge
Zielgruppen:  Förderschulen, Brennpunktschulen, Grundschulen
Umsetzung:  Monatliche Betreuung von 4 Schulklassen durch Aktionstage an der Ökostation, durch Exkursionen zu verschiedenen Lebensräumen/Betrieben und in den Außenanlagen der Schulen
Projektdauer:  Projektstart war im September 2015. Das Projekt ist auf 2 Schuljahre bis zum 30.7.2017 angelegt
Veranstaltung:  Beim Weltkindertag präsentieren alle Kinder Aktionen zur gesunden Ernährung, zu Bewegung und Spiele sowie zu Natur- und Umweltthemen am Weltkindertag (So 18.9.2016) im Seepark Gelände
Kooperationspartner:  Mooswaldschule für Erziehungshilfe, Gerhard Hauptmann Schule, Anne Frank Schule, Karlschule Freiburg
Förderer:  Viamedica Stiftung
Ausblick:  Angestrebt wird die die Übertragung des Konzeptes auf weitere Schulen

Bei den Gesundheitsfüchsen handelt es sich um ein Projekt zur Gesundheitsvorsorge, bei dem Schüler und Schülerinnen lernen durch bewusste Ernährung und Bewegung auf ihre Gesundheit zu achten. Dabei spielt der Schutz der Umwelt eine wichtige Rolle. Die Kinder kosten verschiedene Apfelsorten und pressen Apfelsaft. Sie ernten Gewürzkräuter, backen selber Brot und rennen auf dem Sportplatz. Das Projekt Gesundheitsfüchse wird aus Mitteln der viamedica - Stiftung für eine gesunde Medizin - gefördert.

Die Aktivitäten der ausgewählten Schulklassen finden an der Ökostation, an der Schule oder im Rahmen von Exkursionen statt. Im Folgenden werden Einzelaktionen der Schulklassen vorgestellt
Gesundheitsfüchse

Projekttage der Kl 3 a am 07.10.2015 der Mooswaldschule

1. Mooswaldschule Schule für Erziehungshilfe 9 Kinder der 4. Klasse Klassenlehrerin: Frau Jurgenowski

Thema:Der Apfel

Am Mittwoch, den 7. Oktober 2015 holte Svenja Fugmann die 3. Klässler in der Mooswaldschule ab. Die Kinder standen schon bereit und freuten sich auf Ihren Schultag außerhalb der Schule. Gemeinsam spazierten dann alle zur Ökostation. Dort war schon alles vorbereitet. Zunächst wurden das Projekt und die Ökostation vorgestellt. Beim Rundgang durch den Garten entdeckten die Kinder gleich Kurt, den Biogartenfrosch, ein großer Teichfrosch, den schon viele Kinder versucht haben zu fangen, der aber sehr geübt ist und sich nicht so einfach schnappen lässt. So bewunderten auch die Mooswaldkids Kurt nur mit den Augen. Im Heilkräuterbeet putzten sie sich erst einmal die Zähne mit Salbeiblättchen und an der Insektenwand gab es schon wieder viel zu staunen. Wir blickten in die Innenwelt der Brutstätte der Wildbienen. Dank eines kleinen Guckkastens, stört das die Tierchen nicht. Gleich war den Kindern klar, dass die vielen unterschiedlichen Wildbienenarten für die Bestäubung unserer Früchte im Garten zuständig sind. Und hier landeten wir endlich beim Tagesthema! „One apple a day keeps the doctor away!“- auch diesen Spruch verstanden die Kinder schnell. Wir ernteten die Äpfel vom Baum und sammelten heruntergefallene Exemplare vom Boden. Die Faulen brachten wir dem Kompost, als Futter für Regenwurm und Co, die Heilen nahmen wir mit zur Saftwerkstatt, die im Hinterhof der Ökostation eingerichtet war. Bevor wir den Saft aber gemeinsam herstellten, lernten wir die unterschiedlichen Sorten kennen. Bei einem Geschmackstest versuchten wir fünf verschiedene Sorten, darunter auch den geernteten grünlichen Saftapfel, den kleinen rotbäckigen Topaz, den großen rauen Backapfel Boskoop, den sonnengelben Gala und die Sternrenette, die ihren Namen wegen kleinen sternförmigen Pünktchen auf der Schale trägt. Manchen Kindern schmeckten die säuerlichen Sorten besser, andere bevorzugten dann doch lieber die Süßen. Weg waren alle Äpfel im Nu. Nach einer kleinen Vesper- und Bewegungspause wurden die vielen gesammelten Äpfel in der Apfelsaft- Werkstatt gewaschen, klein gerieben und mit der Presse ausgepresst, so dass der kupferfarbene Saft nur noch so floss. Jeder Schüler hat ihn zum Abschluss natürlich bis auf den letzten Tropfen genossen.

Projekttage der Kl 3 b der Gerhard Hauptmann Schule

2. Gerhart-Hauptmann Schule Grundschule 25 Kinder der 3. Klasse Klassenlehrerin: Frau Helige

Die Gesundheitsfüchse der Gerhard-Hauptmann-Grundschule sind schon 3 mal aktiv geworden. Beim gemeinsamen Starttreffen erklärten die Kinder, dass sie Lust haben selbst Gemüse anzubauen, zu ernten, zu backen und zu essen. Auch die Tiere in ihrer Nachbarschaft, also unsere Gartenbewohner interessieren sie sehr und so manche direkte Beziehungen zwischen den Tieren und uns Menschen erstaunten sie. So wurden die Bienen, die Regenwürmer, Springschwänze, Spinnen und Ohrkneifer mit Andacht in ihren Behausungen entdeckt und beobachtet. Alle Bewegungsaktionen von Getreidestaffellauf, über Zielwerfen, Geschicklichkeitsrennen und 23x1Bein Hickelparcour wurden freudig und mit Eifer aufgegriffen und weiterentwickelt. „Die Tiere haben sich versteckt“, „die Wiese ist heute so rutschig“, „Backen macht Spaß“, „der Lehmofen ist aber ganz schön heiß“, „Haferflocken machen ist so anstrengend“, „wenn wir die Haferflocken ein zweites Mal quetschen haben wir schon Mehl“, „an der Farbe erkenne ich, dass Corn-Flakes aus Mais gemacht sind“, „das Feuer qualmt so“ … das waren einige Erkenntnisse der Kinder während der ersten Besuche in der Ökostation und im Klassenzimmer. Gerne berichten die Kinder von ähnlichen Erfahrungen aus der Urlaubs -oder Freizeit, z.B. „Wir haben auch einen Igel im Garten, der wohnt in einem Ästehaufen“ oder „ich habe schon einmal echten Honig bei einem Imker probieren dürfen“. Thematisch haben wir uns nach Einführung in die Themen, mit denen sich Gesundheitsfüchse auseinandersetzen können, zuerst mit dem Verarbeiten und Probieren von Getreidesorten beschäftig. Dann war „Gesundes Wohnen in Haus und Garten“ unser grobes Thema und schließlich kochten und backten wir wie die Indianer mit möglichst natürlichen Lebensmitteln am Feuer und im Lehmofen.

Projekttage der Kl 3 c der Anne Frank Schule

3. Anne Frank Schule Grundschule 27 Kinder der 3. Klasse Klassenlehrer: Edgar Bohn

3. Termin Thema: Wellness Tag, Mikroplastik im Badezimmer
Dieser Termin umfasste zunächst ein Rennspiel, welches nochmal auf gesunde Ernährung einging. Hierbei fand auch die Ernähungspyramide ihren Platz. Danach folgte eine meditative „Reise ans Meer“. Anschließend wurde das Thema Kunststoffe aufgegriffen. Was ist das und wo sind sie zu finden, mit der Überleitung zur Problematik des Mikroplastiks in Badezimmerartikeln. Diese wurden dann ausgiebig unter dem Binokular untersucht. Die geplante Seifenherstellung, als alternatives Produkt, konnte leider nicht mehr durchgeführt werden, da die Zeit aufgrund eines Missverständnisses zwischen Herrn Bohn und mir, nicht mehr ausreichend war. Für mich war das Schönste an diesem Vormittag zu sehen, dass die Kinder tatsächlich als gesamte Klasse zur Ruhe kommen und sich auf eine Traumreise einlassen können. Einige Kinder beschrieben danach auch, wie angenehm es war, mal „alleine“ an einem Strand zu sein. „Keine anderen dabei, die laut sind und rumschreien“. Die in der Reise beschriebenen „winzig kleinen Fische“ wurden zwar bei zwei Kindern zu Piranhas und Haien, aber das schien mehr aus Interesse, als aus Ängsten heraus so zu sein. Die Kinder wirkten nicht verunsichert. Die Untersuchung der Badezimmerartikel unter den Binokularen und das Sieben des Sandes fand großen Anklang. Herr Bohn meinte, dass durch diesen Termin viel bei den Kindern angestoßen wurde.

2.Termin Thema: Vom Korn zum Brot
Thema dieses Tages waren verschiedene Getreidesorten zu betrachten. Wir hatten Dinkel-, Weizen- und Roggengarben. Es wurde besprochen, was aus welchem Korn hergestellt wird. Dabei wurden auch andere Getreidesorten aufgegriffen, wie Mais und Reis. Auch auf das Thema Vollkorn – Weißmehl wurde eingegangen. Im Garten lernten die Kinder verschiedene Kräuter kennen und es wurde Butter aus Sahne geschüttelt. Die Kinder waren mit viel Eifer dabei, das ganze Korn auf die unterschiedlichste Art klein zu mahlen und zu verarbeiten. Eigentlich wollte jedes Kind „sein eigenes“ Brötchen backen. Da aber der Termin auf den 11.11., also Stankt Martin fiel, haben wir die Thematik des Teilens aufgegriffen. Diese ist ja unabhängig der verschiedenen Religionen und in jeder Kultur ausgeprägt. Deshalb machten wir Brötchenkränze, die später gemeinsam an einer großen Tafel, zusammen mit der selbst hergestellten Butter und dem Kräutertee, verzehrt wurde. Es wurde auch festgestellt, dass es „ganz schön anstrengend“ ist, die Butter zu schütteln. Nach der anfänglichen Enttäuschung über die Aussicht, nicht sein eigenes Brötchen nach dem Backen wieder zu bekommen, war es dann aber ein sehr gelungener Abschluss an einer großen Tafel, die wir dann im „japanischen Stil“ auf dem Boden hergerichtet hatte. Die Kinder hatten auch sehr viel Freude daran im Garten zu toben und ihn zu erkunden. Auch an diesem Tag war die Resonanz der Kinder und der Begleitpersonen sehr positiv. Die Kinder meinten, dass ihnen der Termin sogar besser gefallen hätte, als das erste Mal.

1.Termin Thema: Apfelsaft
Die Kinder haben mit viel Freude, Interesse und Eifer mitgemacht. Auf die Eingangsfrage: “Was bedeutet für euch Gesundheit?“ kamen hauptsächlich Antworten wie: Obst und Gemüse, nicht rauchen,viel draußen sein, Stockbrot machen Müll in der Mülltonne und nicht in der Natur entsorgen, ein gesunder Garten gesunde Frösche, Füchse, allg. Tiere Die Auflistung eines Mädchens war schon sehr weitreichend: Obst, Gemüse, Bäume, Pflanzen, Natur, Himmel, Sonne, Wiese, Blumen. Die Antworten wurden schriftlich festgehalten, siehe Anhang Wünsche für die Treffen waren: Eine Schatzsuche machen, wenn man etwas richtig gemacht hat mit „Süssis“ belohnt zu werden, in den Garten gehen, ernten Am Ende, beim Apfelsaft trinken, wurden die Ideen und Wünsche nochmals aufgegriffen, gibt es etwas das wir heute schon gemacht haben für unsere Gesundheit? Wir waren im Garten, hatten Stockbrot gemacht, gesunden Apfelsaft hergestellt... Zur Belohnung mit „Süssis“ reagierte ein Kind: „Das haben wir auch schon gemacht, der Apfelsaft schmeckt doch total süß!“ Auf die Frage, ob es den Kindern Spaß gemacht hat, war die Antwort ein ausgiebiges Jubeln und auf die Frage, ob ihnen auch etwas nicht so gut gefallen hat: „Ja, dass es schon vorbei ist.“ Auch von Herrn Bohn bekamen wir eine sehr positive Rückmeldung. Und auch für uns war es eine sehr schöne Veranstaltung!

Projekttage der Kl 3 d der Karlschule

4. Karlschule: Grundschule 20 Kinder der 3. Klasse Klassenlehrerin: Frau Schäfer

Markus Stickling begleitet die Karlschule. Er führt die Klasse in die Themen ein, er presst Apfelsaft und backt mit den Kinder Plätzchen. Getreide wird untersucht, gemahlen und gekostet. Als Naturpädagoge ist Markus Stickling empathisch und sehr durchsetzungsstark. Er hat eine schöne Art mit den Kindern zu sein und schafft es sie für die Themen zu begeistern. Es ist spürbar, dass die Kinder gerne zur Ökostation kommen und sich meist schon auf den nächsten Termin freuen.